Sonstige militärische Anlagen

Militärische Anlagen, die sich nicht in den Bereich Bunker, Festung oder Untertageverlagerung kategorisieren lassen sind meist Kasernen, Munitionsdepods, Treibstofflager, Flugplätze, Übungsgelände oder Radar- und Raketenstellungen.

MunitionsbunkerOft findet man in diesen Örtlichkeiten aber auch kleinere bis mittlere verbunkerte Bereiche zum Schutz für Material und Personal.

Gerade Munitionsdepods bestehen aus einer Vielzahl kleiner Bunker, in denen Munition unterschiedlichster Art gelagert wurde und noch wird. Zur "Hochzeit" des kalten Krieges gab es Lagerstätten spezieler Art, sogenannte SAS Sonderwaffenlager ( Special Ammunition Site ), in denen Nuklearsprengköpfe gelagert waren.

Munitionsbunker

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Lager bestanden aus einem besonders gesicherten inneren und einem äußeren Sperrbereich. Der innere Bereich beherbergte die Sprengköpfe der US Einheiten und wurden auch durch Wacheinheiten der US Army gesichert. Der äußere Bereich diente zum Lagern von Material für Einsatz- und Instandsetzungszwecken. Dieser wurde durch eine Wach- und Begleitbatterie bzw. Staffel der Bundeswehr gesichert.

Das zweitgrößte Lager dieser Art war das SAS Fischbach (NATO Site 67) bei Dahn in der Pfalz. Es bestand aus insgesammt 19 Bunkern, davon waren 7 Stück in herkömmlicher alter Bauart mit entsprechenden Sicherheitsausrüstungen nachgerüstet worden und 12 neu erichtetet Bunker. Das Areal bestand aus dem sogenanten "Tower One" im äuseren Bereich, sowie 4 weiteren Wachtürmen auf dem Gelände selbst und 8 MG-Kampfständen.

Radaranlagen zur Luftraumüberwachung findet man noch heute an verschiedenen Orten in der BRD, die immer noch betrieben werden. Die örtlichen OPS Zentralen die wiederum in einer Bunkeranalge untergebracht waren, wurden großteils ausser Betrieb genommen und die verbliebenen Radaranlagen über Datenverbund gekoppelt.

Gerätehalle in einer Raketenstellung HAWK

 

Umformer in einer Raketenstellung HAWK

 

Splitterschutzwände in einer Raketenstellung HAWK

 

 

 

 

 

 

Beispiele hier für sind das CRC Freising oder das CRC Meßstetten, die Bunkeranlage (Codename "Fridolin") des CRC Freising ging 2004 ausser Dienst und der des CRC Meßstetten (Codename "Martin") im Jahre 2013. In der BRD vielen die meisten militärischen Hinterlassenschaften dieser Art der Abrissbirne zum Opfer, oder wurden eine andere Nachnutzung überführt.

Blick aus einer Startgerätekontrollbox in einer HAWK-Stellung

Im benachbarten Ausland findet man aber überall viele Orte mit militärischen Ursprung, die sicherlich die eine oder andere "spannende" Geschichte erzählen könnten!